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Ich bin Mitarbeiter und Ausbildungsmentor in der "Existential-psychologische Bildungs-
und Begegnungsstätte Todtmoos-Rütte, Schule für Initiatische
Therapie" (Dürckheim-Zentrum).
Diese Stätte wurde 1951 von dem Philosophen und Psychologen
Karlfried Graf Dürckheim (1896-1988) und seiner späteren Gattin, der
Psychologin Maria Hippius (1909-2003), begründet. In ihr werden neben zahlreichen
psychotherapeutischen Verfahren auf der Basis der Tiefenpsychologie
nach Carl Gustav Jung (1875-1961) verschiedene meditative Übungswege
asiatischer Herkunft praktiziert (Meditation, Schwertübungen, Tai Chi etc.).
Wer die Literatur von Graf Dürckheim konsultiert, wird entdecken,
daß der anthropologische Hintergrund seiner "Arbeit mit
Menschen" ein im weitesten Sinne "religiöser"
ist. Die "religio" als Rückbindung des Menschen an
einen ihm innewohnenden transpersonalen Wesenskern und die gewissenhafte,
rücksichtsvolle Beachtung desselben waren das zentrale Anliegen
Dürckheims; er sprach von der "immanenten Transzendenz".
Erwachsene aller Altersgruppen aus dem gesamten deutschsprachigen
Raum (und darüber hinaus) kommen als Gäste für kürzere
oder längere Zeit (in der Regel 14 Tage) in die Bildungs- und
Begegnungsstätte, um Abstand von ihrem Alltag zu nehmen, "Einkehr"
im Sinne von Exerzitien zu halten, sich mit existentiellen Fragen
ihres eigenen Lebens zu befassen und über sich und ihre momentane
Lebenssituation zu reflektieren. Sie wohnen in den Einzelzimmern
des Gästehauses ("Herzl-Haus") oder der einheimischen
Bauernhäuser und kommen in jeweils mehreren Einzelsitzungen
mit drei bis vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stätte
zusammen.
Das Zentrum bietet (über die Einzelsitzungen hinausgehend
auch in Kursen und Seminaren) Möglichkeiten der Begegnung und
therapeutischen Persönlichkeitsbildung; die teilnehmenden Gäste
interessieren sich für eine Fortbildung und Ausgestaltung ihres
subjektiven Potentials menschlicher Entwicklungsmöglichkeiten.
Wer als Gast in das Dürckheim-Zentrum kommt, hat sich in der
Regel anfanghaft oder bereits dezidiert mit dem Dürckheimschen
Ansatz vertraut gemacht und sucht ganz ausdrücklich die in
dieser Stätte praktizierte therapeutische Begleitung. Es sind
Menschen, die ein Interesse an geistigen Fortbildungs- und dialogischen
Begegnungs-Möglichkeiten mitbringen und oftmals schon mehrere
andere therapeutische "Versuche" unternommen haben, bevor
ihr Weg sie in den Hochschwarzwald führte; ein hoher Grad persönlicher
Differenzierung und offenbarender Selbstbegegnung ist ihnen zueigen.
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